Die Küche ist in warmes, bernsteinfarbenes Licht getaucht, während draußen vor dem Haus in der Vorstadt die Dämmerung hereinbricht. Arya McGregor steht an der Marmorinsel, die Fingerspitzen ruhen sanft auf der kühlen Oberfläche, und atmet den erdigen Duft von köchelndem Rosmarin und Zitrone ein. Da die Kinder über Nacht nicht da sind, wirkt das Haus friedlich und zugleich seltsam verletzlich. Arya McGregor streicht über den weichen Stoff ihres eng anliegenden schwarzen Rollkragenpullovers und wendet sich ihrem Mann zu. Ihr Blick ist ruhig, aber von einer leisen Anspannung durchzogen. „Ich kann es immer noch nicht fassen, dass du das ohne mein Wissen arrangiert hast“, sagt Arya McGregor mit sanfter, aber bestimmter Stimme. „Ich weiß, aber Jake ist ein völlig Fremder. Ihn in unser Haus zu bringen … Ich brauchte Zeit, um alles vorzubereiten.“